Gespräche:

Q: Es ist schon gut sich zu fragen, macht das hier Sinn oder macht das keinen Sinn.

B: Das heißt ja auch nicht, das ist Quatsch, wenn du’s hast. Die Frage ist nur, ist es notwendig.

Q: Dann ist meine Frage: muss alles notwendig sein, um da zu sein? Könnte es Dinge in einer Kunstausstellung geben, die nicht unbedingt notwendig sind für die Ausstellung und trotzdem da sind?

D: Die schaffen auf jeden Fall Bedeutung. Trotzdem glaube ich, es ist meine Aufgabe als jemand, der über die Arbeiten eines anderen spricht, erst mal diese Frage zu stellen. Und nicht anzunehmen: klar, an das hat diese Person schon gedacht.

X: Gibt es so was wie eine ergebnislose Recherche für dich – also eine, bei der man nichts findet?

D: Muss Recherche abgeschlossen werden?

M: Wenn etwas klappt, muss man dann auch … ist es nicht so?

Z: Hhhff.

J: Ich hatte das nicht verstanden mit den Zombies, die mit sich selbst identisch sein wollen – wofür steht das?

Voice over:

Wir haben gespielt, wir haben gesucht. Am Ende ging es uns um das Prinzip, um das Hin- und Herschieben von Meinungen, Ideen und Gedanken; das Collagieren von Erfahrungen, praktischem Wissen und theoretischen Referenzen. Es geht uns um die Praxis des performativ-ästhetischen Recherchieren selbst, hier präsentiert in der Form einer Publikation und Ausstellung. 



* Die hier vorgestellten Publikationen entstanden im Rahmen von „Diversität im Dialog – das Studium Generale der UdK Berlin“. Sie dokumentieren Projekte aus dem Seminar „Researching Aesthetically“ von Azin Feizabadi, durchgeführt im Wintersemester 2013/14 an der Universität der Künste (UdK) Berlin. Wir danken dem Studium Generale auch für die Unterstützung dieser Veranstaltung.

Wie kann Kunstunterricht auf eine Welt reagieren, die sich in ständiger Krise befindet?
Was bedeutet ästhetische Bildung in Zeiten sozialer Ungleichheit? Der Sammelband setzt
auf Kunst als Gestaltungsraum, des Widerstands und gesellschaftlicher Transformation.
Er entstand aus dem gleichnamigen Fachtag der Kunstpädagogik am 17.11.2023 in Berlin
– organisiert vom BDK Berlin in Kooperation mit Brandenburg und dem Haus Bastian der
Staatlichen Museen zu Berlin.
Die Beiträge basieren auf der Kunstpädagogischen Fachtagung 2023 in Berlin und
versammeln Perspektiven von Lehrenden, Künstler*innen, Vermittler*innen und
Studierenden. Sie greifen künstlerisch-edukative Praktiken auf, die nicht nur das
Klassenzimmer, sondern auch Museen, Straßenbahnen und digitale Räume als Bühnen
der Auseinandersetzung verstehen. Der Band zeigt, wie künstlerisch-ästhetische Prozesse
in Schule und Hochschule dazu beitragen können, Machtverhältnisse zu hinterfragen,
diskriminierende Strukturen sichtbar zu machen und solidarische Handlungsspielräume
zu eröffnen. KJBN versammelt Beiträge von: Camilla Goecke, Stefan Bast und Mako
Sangmongkhon, Nanna Lüth, Wibke Joswig, Leila Edda Raabe, Stephan Wahner, Steffi
Breda und Vanessa Farfán, Hanne Stohrer, Henrike Plegge, Antje Winkler und Norbert
Witzgall.
Wir laden Sie ein, in den Sammelband einzutauchen und Impulse für die Kunstpädagogik
von heute und morgen zu entdecken. Text von Antje Winkler, Beate Klein und Nanna Lüth für den Vorstand des BdK Berlin - Verband für
Kunstpädagogik